15. Juli 2013

 

EU-Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Die Evaluierung der EU-Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2007-2012 wurde von der Generaldirektion für Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben und von COWI (aus Dänemark), Milieu (aus Belgien) und dem Institut für Arbeitsmedizin (IOM – aus Großbritannien) durchgeführt.

Zweck und Wirkungsbereich der Evaluierung

Ziel der Evaluierung war eine aussagekräftige und evidenzbasierte Bewertung der EU-Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2007-2012 sowie die Ausarbeitung begründeter Empfehlungen zur Entwicklung zukünftiger Instrumente für die EU-Politikgestaltung auf diesem Gebiet (z. B. eine neue Strategie für die Jahre nach 2012).

Die aktuelle Strategie ist sachdienlich und hat einen europäischen Mehrwert geschaffen Bezüglich der Relevanz der aktuellen Strategie ergab sich im Wesentlichen, dass sie in der Tat sachdienlich ist und sich besonders im Bereitstellen einer klaren politischen Grundlage und eines Koordinierungsrahmens sowie einer gemeinsamen Ausrichtung der zahlreichen Akteure im Politikbereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz bewährt hat. Die Strategie hat nicht nur ein wichtiges politisches Signal ausgesendet und nationale Maßnahmen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz angestoßen, sondern auch wichtige Koordinierungsarbeit bezüglich der verschiedenen Initiativen im Bereich der öffentlichen Gesundheit geleistet. Nichtsdestotrotz besteht noch Verbesserungsbedarf bei der Integrierung und Koordinierung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz mit anderen Politikbereichen sowie zwischen den verschiedenen beteiligten Akteuren auf EU-Ebene. Es mangelt insbesondere an einer angemessenen Abstimmung mit der Umweltpolitik und der maßgeblichen EU-Chemikalienverordnung REACH. Zudem fand die Umsetzung der Strategie bisher nur begrenzt Eingang in den europäischen sozialen Dialog. Die europäischen Sozialpartner fühlen sich der Strategie daher nur eingeschränkt verpflichtet und haben bis dato lediglich diejenigen Bereiche der Strategie umgesetzt, in denen sie ohnedies Handlungsbedarf sahen.

Eine neue Strategie ist wichtig

Im Rahmen der Evaluierung wurde die Notwendigkeit aufgezeigt, sich weiterhin intensiv mit den EU-weiten anhaltenden Fragen bezüglich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz zu befassen. Dies sollte in Verbindung mit den EU-Strategien für Wirtschaftswachstum und insbesondere der Agenda EUROPA 2020 geschehen. Darüber hinaus muss die neue Strategie durch eine verbesserte Abstimmung mit den anderen Generaldirektionen besser in andere, weiter gefasste EU-Strategien integriert werden, insbesondere in jene für Gesundheit und Umwelt.. Aus der Evaluierung ging zudem die Empfehlung hervor, den Schwerpunkt der neuen Strategie eindeutig auf Erkrankungen des Bewegungsapparats, Stressbelastung und Todesfälle durch berufsbedingte Krebserkrankungen zu legen. Sie solle außerdem den Herausforderungen der rechtlichen Umsetzung Rechnung tragen, besonders mit Blick auf KMU und Kleinstunternehmen.

 

 

Über die B·A·D Gruppe

Die B·A·D Gruppe betreut mit mehr als 4.000 Experten in Deutschland und Europa 270.000 Betriebe mit 4 Millionen Beschäftigten in den unterschiedlichsten Bereichen der Prävention. 2016 betrug der Umsatz 265,5 Millionen Euro. Damit gehört die B·A·D GmbH mit ihren europäischen TeamPrevent Tochtergesellschaften zu den größten europäischen Anbietern von Präventionsdienstleistungen (Arbeitsschutz, Gesundheit, Sicherheit, Personal). Die Leistungstiefe reicht von Einzelprojekten bis hin zu komplexen Outsourcing-Maßnahmen. Ergänzt wird das Portfolio der Gruppe durch vielfältige Angebote in den Bereichen Consulting, Weiterbildung und Zertifizierung.